Martin Atzwanger
Martin Atzwanger
Delgierter des Verwaltungsrats, Atzwanger AG
Was bedeutet Neugier für Sie?
Neugier ist für mich die Bereitschaft, die eigenen Annahmen immer wieder zu hinterfragen. Sie ist der Antrieb, Neues zu entdecken, Zusammenhänge zu verstehen und Möglichkeiten zu erkennen, die andere vielleicht noch nicht sehen. Ohne Neugier gibt es keine echte Innovation – und auch keine persönliche Weiterentwicklung.
Welches Wort verbinden Sie spontan mit Neugier?
Möglichkeiten. Neugier öffnet Türen zu neuen Perspektiven, Ideen und Chancen.
Fällt Ihnen ein spezieller Moment ein, bei dem Neugier Ihr Leben oder Ihren Beruf besonders geprägt hat?
Ich bin grundsätzlich ein neugieriger Mensch, sei es privat als auch beruflich. Immer wenn ich mich auf neue Technologien, Geschäftsmodelle oder Märkte eingelassen habe, stand am Anfang reine Neugier. Viele wichtige Entscheidungen im Berufsleben sind nicht aus Gewohnheit entstanden, sondern aus dem Wunsch heraus zu verstehen, was morgen möglich sein könnte.
Wie schafft man es, eine echte Kultur der Neugier im Unternehmen zu etablieren?
Indem man Fragen höher bewertet als schnelle Antworten. Eine Kultur der Neugier entsteht dort, wo Menschen Dinge ausprobieren dürfen, Fehler als Lernchancen gesehen werden und unterschiedliche Perspektiven willkommen sind. Führungskräfte spielen dabei eine entscheidende Rolle: Wer selbst neugierig bleibt, Fragen stellt und Offenheit vorlebt, schafft ein Umfeld, in dem Innovation entstehen kann.
Was war die beste Frage, die Ihnen jemals gestellt wurde?
"Warum machen wir das eigentlich so?" Diese einfache Frage zwingt dazu, Gewohntes zu hinterfragen und eröffnet oft neue Perspektiven und vielleicht bessere Lösungen.
Was weckt im Moment privat oder beruflich Ihre Neugier?
Beruflich faszinieren mich derzeit besonders die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz und die Frage, wie sie Unternehmen, Prozesse und Entscheidungsfindungen verändern wird. Privat interessiert mich, wie technologische Entwicklungen unseren Alltag nachhaltiger, effizienter und zugleich menschlicher gestalten können. Dabei ist mir wichtig, diese Veränderungen auch kritisch zu hinterfragen, damit Technologie nicht unpersönlich wird, sondern den Menschen sinnvoll unterstützt.