Benedikt Terzer

Benedikt Terzer
Geschäftsführer Südtiroler Jagdverband

Was bedeutet Neugier für Sie?
Ein anregendes inneres Kribbeln, das nach Vertiefung verlangt. Neugier hat für mich viel mit Intelligenz zu tun. Ohne Neugier gäbe es keine Innovation und keinen Fortschritt. Wenn ich ans Tierreich denke, dann kommen mir als erstes die hochintelligenten Rabenvögel in den Sinn, die ihre Umwelt ganz genau beobachten, um neue Nahrungsquellen oder Werkzeuge zu finden.

Welches Wort verbinden Sie spontan mit Neugier? 
Vorfreude.

Fällt Ihnen ein spezieller Moment ein, bei dem Neugier Ihr Leben oder Ihren Beruf besonders geprägt hat? 
Als ich auf der Suche nach einem Thema für meine Diplomarbeit war, habe ich mich für das Autonomierecht entschieden. Zu dem Zeitpunkt war gerade ein Urteil des Verfassungsgerichtshofs ergangen, das die Südtiroler Kompetenzen im Bereich Jagd beschnitten hat. Aus purer Neugier habe ich dieses Urteil aufgegriffen und so über die Diplomarbeit die Weichen für mein späteres Berufsleben gelegt.

Wie schafft man es, eine echte Kultur der Neugier im Unternehmen zu etablieren? 
Indem man den Mitarbeitern Vertrauen entgegenbringt, genügend Spielraum für Kreativität lässt und neue Ideen dann tatsächlich umsetzt. Daraus entstehen immer wieder neue Impulse, die das ganze Team beflügeln.

Was war die beste Frage, die Ihnen jemals gestellt wurde? 
Gute Frage! Die hat mir Hochwürden Prof. Markus Moling im Rahmen des Trauversprechens gestellt: „Sind Sie hierhergekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrer Braut Elisabeth den Bund der Ehe zu schließen?“.

Was weckt im Moment privat oder beruflich Ihre Neugier? 
Beruflich die Frage, wie man aus der jüngsten Reform des Autonomiestatuts am meisten für Wild und Jagd in Südtirol herausholen könnte. Privat das Ziel, einen herausragenden Merlot zu produzieren.

Foto: © Südtiroler Jagdverband (SJV)

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