Die Schönheit & das BIP

Competitive Identity oder vernachlässigbarer Wert?


Südtirols Wirtschaft wächst und wächst. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP)/Kopf gehört Südtirol zu den reichsten Regionen Europas. 

Politik und Wirtschaft richten weltweit ihre Entscheidungen nach dem BIP-Wachstum. Doch kann das BIP weiterhin die allein entscheidende Messgrösse für unser Wohlbefinden sein? Mehr Umweltschäden, Scheidungen, Autounfälle, Selbstmorde und Medikamente steigern das BIP. Fortschritt und Lebensqualität sehen anders aus, oder?
 
Die Kritik am BIP ist nicht neu - sie ist so alt wie die Zahl selbst. R. Kennedy hatte 1968 eine klare Meinung dazu: „Das BIP misst alles, außer dem, was das Leben wirklich lebenswert macht".

So misst das BIP weder die Qualität von Bildung, Gesundheit und ökologischer Vielfalt, noch die ungleiche Einkommensverteilung. Auch der Beitrag von Innovation, Forschung & Kreativität findet marginale Berücksichtigung. Da im analogen Zeitalter erfunden, misst und bewertet das BIP auch nicht den Beitrag der Digitalisierung für mehr Lebensqualität. Nicht nur: auch ehrenamtliche Arbeit und gute politische Institutionen, die neben Arbeit und Familie zu den wichtigsten Glücksfaktoren gehören, werden nicht berücksichtigt.
 
Die gute Nachricht - der Wind dreht endlich: neue, ergänzende und alternative Indikatoren zum BIP werden vermehrt eingesetzt und diskutiert, zuletzt beim diesjährigen World Economic Forum in Davos. Nicht nur Neuseeland, Schweden, Dänemark und das Königreich Bhutan, sondern auch Italien setzt mit dem BES (Benessere equo e sostenibile) neue Akzente. 
 
Wie sieht es aber in diesem Zusammenhang mit der Dimension der Schönheit aus? Warum wird weltweit in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft kaum darüber diskutiert? Liegt es nur am fehlenden Bewusstsein?

- Was ist Schönheit und wie definiert sie sich? 
- Ist Schönheit objektiv, oder liegt sie im Auge des Betrachters?
- Welchen (verborgenen) Wert hat Schönheit in der Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft? 
- Kann Schönheit zu mehr Glück und Wohlbefinden führen? 
- Ist Schönheit ein Treiber für höhere Produktivität und nachhaltiges, qualitatives Wachstum "von Innen"? 
- Könnte Südtirol, könnte Ihr Unternehmen die Schönheit als zentralen Markenkern, oder gar als Vision definieren?
- Eröffnet Schönheit die Chance zu einer einzigartigen "competitive identity“?

Diesen und anderen Fragen und Herausforderungen werden wir uns im 11. GFS-Jahr widmen. 
 
Danke im Voraus für Ihr Interesse, Ideen und Anregungen.

Hier geht's weiter zur Anmeldung.