Freitag, 7. Oktober 2016
Freie Universität Bozen

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Die Zahlen sind irritierend, die Folgen noch nicht abzusehen - kurzum: der demographische Wandel ist einer der Megatrends unserer Zeit, befördert durch die steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtenrate. Seit 1960 ist das Durchschnittsalter der Weltbevölkerung um 18 Jahre gestiegen. Jedes zweite Kind, das heute in Westeuropa geboren wird, hat die Chance 100 zu werden. Auch der Bevölkerungsanteil der über 64-jährigen wächst überdurchschnittlich - Anfang der 1960er Jahre waren knapp 10 Prozent der italienischen Bevölkerung 64 Jahre und älter, 2014 zählen wir bereits 22 Prozent und für 2050 wird prognostiziert, dass mehr als jeder Dritte Italiener jenseits der 64 Jahre sein wird.

Klar ist, wer heute 60 wird, ist nicht mehr auf dem Weg in den Ruhestand, sondern befindet sich in der Mitte der Gesellschaft und plant vielleicht sogar den zweiten Aufbruch - im Job, in der Partnerschaft, in der Freizeit. Willkommen in der alterslosen Gesellschaft. Gewöhnen wir uns an die Welt der Forever Youngsters, Best Agers und LOHAS (Menschen mit „Lifestyles of Health and Sutainability“), die mit ihrem Hang zu Gesundheit und Nachhaltigkeit schon heute den Ton angeben. Die dafür sorgen, dass Digital Ageing, altersloses Marketing und generationsübergreifende Produkte die Themen der Stunde sind.

Südtirol als leistungsstarke Region zwischen Mittel - und Südeuropa hat in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt bewiesen, dass es mit einer Mischung aus Identität, Innovation und Flexibilität auch auf komplexe, globale Veränderungen reagieren kann. Die alterslose Gesellschaft ist eine der intensivsten Umwälzungen des 21. Jahrhunderts. Auf allen Kontinenten. Von der Ersten bis zur Dritten Welt, vor allem aber in den westlichen Industrieländern. Südtirol macht hier keine Ausnahme. Weshalb sich auch für die Region eine Reihe von zentralen Fragen stellen:

- Wie wird sich die alterslose Gesellschaft bis 2050 entwickeln?
- Welche Herausforderungen stellen, welche Chancen bieten sich für Wirtschaft, Politik und Kultur?
- Welche Folgen hat die demographische Entwicklung auf Gesundheitsmarkt, Tourismus oder Handel?
- Was bedeutet sie für neue Produkte, Dienstleistungen und das Konsumverhalten?
- Was kann, was muss jeder Einzelne tun, um sich auf Veränderungen vorzubereiten?

GFS Impuls von Gerhard Waldherr: Nicht alt, nicht jung und alle gleich.  
Wie der demografische Wandel Gesellschaften weltweit verändert. Überraschend dabei: Er erfasst nicht nur die ältere Generation sondern auch die Jungen.
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gerhard-waldherr-payrDas Global Forum Südtirol präsentiert in den nächsten Wochen eine Reihe von Reportagen des Berliner  Journalisten Gerhard Waldherr (www.gerhardwaldherr.de), die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Thema befassen.


Die Referenten des diesjährigen 8. Global Forum Südtirol finden Sie hier. Das Programm wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben.


Rückblick 7. GFS 2015

Südtirol 2030 - einzigartig oder austauschbar? 

Freitag, 2. Oktober 2015

Freie Universität Bozen 

Südtirol legte seit den 1960er und 1970er Jahren einen beispiellosen Aufstieg hin. Aber: Sind die erfolgreichen Mechanismen und Systeme von früher, Garantien für künftigen Wohlstand? Oder kann Südtirol eigentlich nur verlieren? Internationale Experten und Persönlichkeiten aus der heimischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gingen unter anderem diesen Fragen auf den Grund. Die Veranstaltung war mit über 350 Teilnehmern ausgebucht.

Folgend finden Sie das Video des 7. Global Forum Südtirol 2015. 


 
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter Past Events & Impressionen.